Erziehungskonzept

Der soziale Trainingsraum

Was ist der „Soziale Trainingsraum“?
Das Programm "Sozialer Trainingsraum" wurde in den USA von dem Schulsozialarbeiter Edward E. Ford entwickelt und in den 90er Jahren von dem Psychologen Balke auf deutsche Schulverhältnisse übertragen. Es folgt der Maxime des gegenseitigen Respekts. Bezieht man diese Maxime auf die Situation in der Klasse, so lassen sich drei Regeln ableiten:

  1. Jede/r hat das Recht ungestört zu lernen.
  2. Jede Lehrerin, jeder Lehrer hat das Recht ungestört zu unterrichten.
  3. Jede/r muss stets die Rechte des Anderen respektieren.

Lernbereite Schüler sollen störungsfrei und damit entspannt lernen und häufig störenden Schülern wird geholfen, für ihr Verhalten Verantwortung zu übernehmen und in der Schule erfolgreich mitzuarbeiten.

Wie läuft das Programm bei uns ab?
Bei Störungen wird der Schüler/die Schülerin ermahnt und nach der 3. Ermahnung in den Trainingsraum geschickt. Dort bespricht er mit unserer Schulsozialarbeiterin, Frau Stamm sein Fehlverhalten und überlegt, wie er wieder im Unterricht mitarbeiten kann (Rückkehrplan). Danach geht’s zurück in die Klasse. Nach dem 5. Trainingsraumbesuch findet ein erst Gespräch mit den Eltern statt, bevor der Schüler/die Schülerin wieder den Unterricht besuchen kann.

Weitere Informationen:
Die Internetseite www.trainingsraum.de bietet weitere Informationen, z.B. aktuelle Studien, Materialien, Bücher u.v.m.

Schulregeln

Wir, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Karl-Krolopper-Schule haben uns darauf verständigt, folgende Regeln einzuhalten:

  • Ich gehe respektvoll, freundlich und gewaltfrei mit anderen Personen um
  • Ich achte und respektiere den Besitz anderer
  • Ich komme pünktlich zum Unterricht
  • Ich erledige Hausaufgaben zuverlässig
  • Ich habe meine Schulmaterialien/Sportsachen immer dabei
  • Ich benutze während des Unterrichts kein Handy oder MP3-Player
  • Ich entschuldige meine Fehlzeiten am gleichen Tag telefonisch und später schriftlich
  • Ich halte mich an das Rauchverbot und an das Verbot, Drogen zu konsumieren
  • Ich achte alle Sprachen und Kulturen, im Unterricht spreche ich deutsch
  • Ich halte mich nur auf dem Schulgelände auf und verlasse die Schule nur mit Genehmigung
Individuelle Förderung

Förderkontrakt

Grundlage des Förderkonzeptes ist die Arbeit mit dem individuellen Förderplan. Auf der Basis von Unterrichtsbeobachtung und Einschätzung des Leistungsstandes wird ein individueller Förderplan entworfen und mit dem Schüler/der Schülerin und den Eltern besprochen. Der Förderplan enthält Hinweise auf den aktuellen Lern- und Entwicklungsstand, die vereinbarten Ziele und die entsprechenden Maßnahmen. So entsteht ein Förderkontrakt, der von allen Beteiligten unterschrieben wird.

Was? Wer? Bis wann? Wo? Wer hilft? Wie?
Maßnahme Vorhaben Beteiligte Betroffene Zeitrahmen Ort Unterstützung Mittel / Kontrolle

Beratung:
Schüler/innen und Eltern erhalten regelmäßig eine Rückmeldung über den aktuellen Lern– und Entwicklungsstand. Die Schülerinnen und Schüler lernen so, Verantwortung für ihre Lernentwicklung zu übernehmen, die Eltern werden informiert und können sich bei der Planung und unterstützenden Maßnahmen beteiligen. Beratungsgespräche finden regelmäßig einmal pro Halbjahr statt. Sie dauern ca. 30 bis 40 min.

Der Förderplan im Unterricht

Die vereinbarten Ziele und Maßnahmen werden einmal pro Woche mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht besprochen. Dabei werden z.B. Fragen beantwortet wie:

„Konnte ich mein Ziel erreichen?“
„Welche Maßnahmen waren erfolgreich“?
„Was hat nicht geklappt (weshalb)?“
„Muss etwas verändert/ergänzt werden?“